Sonntag, 1. Mai 2016

[besehen] ... mit Sofortbildkamera auf Jagd im Großstadtdschungel

Yeah, Hyde ist zurück! Und wie noch dazu! :D

Kinder, Kinder, Ihr seid's mir schon abgegangen! Nicht, dass Ihr jetzt glaubt's, ich hätte seit Anfang des Jahres keine Ausstellungen mehr besucht oder Bücher gelesen. Ha, ach, weit gefehlt! Das Gurkerl war nur krank und hat zu viel zu tun gehabt (während sie krank war, eh kloa, wenn schon, denn schon). Mal die Malaise hier, mal das Aua da. Es war unlustig! Wohl nicht mein Jahr bislang ... pft!

Ein zaches Luder lässt sich aber nicht abhalten von der Kultur ringsum, nun geht`s wieder bergauf! Und gleich mit einer coolen Steilvorlage: schon letztes Jahr wolte ich endlich mal bei einem superbesonderen Fotoevent mitmachen, der Sofortbildsafari von PolaWalk.



(Abb. Logo "Walker" (c) PolaWalk)

Wie Ihr nicht wisst, nun sei's verraten, war ich schon 2,5 Mal beim Wiener Fotomarathon dabei (2 ganze und 1 Halbmarathon also), auch ganz passabel abgeschnitten, doch nun wurde es Zeit endlich einmal was Anspruchsvolleres zu machen. (Außerdem ist mir die Menschenmasse beim Marathon einfach auch zu viel, abgesehen davon sind's zum Teil auch lächerlich kompetitiv und dadurch manchmal schon sehr unfair und unkollegial, mit ins Bild springen, wenn sie sehen, dass man gerade ein Foto machen will, sich davorstellen, damit sie das zuerst haben usw., ... Oida!)

Letzes Wochenende war es dann soweit und Mrs. Hdye hirschte zu den Leuten von PolaWalk im 9. Bezirk. Die mittlerweile schon zweite Runde der Sofortbilddsafari stand an, 61 Teams bzw. Einzelpersonen ritterten in diesem Wettbewerb um ihre 4 besten Sofortbilder (ehem.: Polaroids, die Firma gibt's nur nicht mehr, drum auch diesen Namen ned) und – ICH war dabei! Erstmals sogar als Blogger-KooperationspartnerIn*. YAY!



(Abb.: ziemlicher Andrang bei der 2. Wiener Sofortbildsafari, (c) PolaWalk)


Auch hier bei der Sofortbildsafari ist das Prinzip ähnlich wie oben genanntem Fotomarathon – man bekommt die Aufgabe zu 8 Themen an diesem Tag ein passendes, möglichst kreatives Motiv zu finden. Sauspannend und heraussfordernd! Hyde liebt sowas! <3 p="">
Der Start war gleich mal boah: Einführung in die Sofortbildkameras von Thomas, einer der beiden Mitgründer von PolaWalk (bald mehr zu ihm und der Company hier bei Hydinger!), in der „Küche“ (was wirklich die Küche in deren Räumlichkeiten ist und gmiatlich für Besprechungen). Zitat Thomas aus meinem Gedächtnis, so ähnlich, wie folgt:

„Ok, nochmals - Ihr habt wirklich NUR 8 FOTOS zur Verfügung! Mehr ist nicht! Digital kann man draufhalten so oft man will, das geht hier nicht. Und - alle Knöpfe an der Kamera tun auch wirklich was, der große löst aus, also lieber nix unbedacht drücken, damit Ihr Euch keine Chancen vergebt!“

Got it! So gut erklärt, da schafft sogar Ur-Laie Mrs. Hyde das! Nachdem ich so ein Ding das letzte Mal vor rund 30 Jahren als Kleinknirpsin in der Hand hatte, als ich die uralte Polaroidkamera meiner Eltern in Händen hielt und zur Bedineung wie die meisten TeilnehmerInnen (sagt Thomas) nix wusste, war das mehr als nötig. Als Sofortbildneuling und doch etwas sehr verseucht von den praktischen und überall einsatzbefreiten Digitalgeschossen hat man vor so einem Kastl schon ein bissl Respekt. Und dann muss man das auch noch umdrehen, wenn das Foto rauskommt, damit nicht zu viel Sonnen- (HAHAHA, sagen wie lieber nur Licht, an diesem Tag gabs 3 Min sonne aber wenigst keinen Regen!) Licht dran kommt. 

#
#
#
Spoiler – Bei der Erstellung meiner Sofortbilder wurde niemanden inkl. Kamera verletzt! Hätte aber sein können. Muhaha! :-)
#
#
#

Zu Beginn war das Wetter fast schon am Regen runterschmeissen, kalt und gruselig. Ganz toll: das PolaWalk-Team hat in den Tagen vor dem Event noch nützliche Tipps für den Ernstfall geschickt (chemisch ist bei Kälte der Film einfach an seinen Grenzen, da hieße es dann - ab nach drinnen). Auch die Erklärvideos auf dem hauseigenen Youtube-Channel sind spitze, Hyde hat sie alle gesehen! Auswendig gelernt und könnte sie um 3 Uhr nachts aufsagen. Schmäh ohne, die waren die perfekte Vorbereitung!


Meine Suche nach meinem ersten Motiv hat mich in den Ersten geführt. You see the pattern ... ?! :-p
Hier folgte gleich meine nächste große Erkenntnis: verdammt, Schnappschüsse von doofen Touris klappt mit dem Gerät als Neuling doch ziemlich suboptimal. Nach einem verbockten ersten Foto musste ich eine Mittagspause einlegen und doch einen genaueren Schlachtplan austüfteln.

Dann ging plötzlich alles pippifein: das Wetter wurde besser, Mrs. Hyde fand am Donaukanal, entlang des Rings und Schwedenplatzes einige coole Motive. Auch die technischen Bedingungen (Fokus bei 1,2 m, Vorsicht mit den Lichtverhältnissen, usw.) verstand ich plötzlich besser umzusetzen. Juhu!!




(Abb.: Gilbert (links) und Thomas, die beiden Gründer von PolaWalk, haben gut lachen, ihre Safari war wieder ein voller Erfolg, mehr zu PolaWalk gibt's bald im Blog!; (c) PolaWalk)


Bin mächtig stolz zu PolaWalk zurückgewandelt und hab meine 4 Sofortbilder eingereicht. Sehr zufrieden und happy stampfte ich dann heim, in Händen meine Souvenire eines besonderen Tags! Count me in for next year!

Wer auch mal während des Jahres in den Genuss solcher Erlebnisse kommen will, den Kick beim Fotografieren sucht oder vielleicht sogar ein besonderes Geschenk sucht, sollte sich bei PolaWalk umtun. Kann's nur empfehlen, mir hat es riesen Spaß gemacht!*



*DISCLAIMER: PolaWalk hat mich und ca. 5, 6 andere Blogger aus Wien und quasi der Welt auserkoren den Event als Kooperationspartner machen zu lassen. Sprich – ich wurde eingeladen und schreibe im Gegenzug dafür meine ehrliche und persönliche Meinung dazu. Und nix anderes!

Mittwoch, 30. Dezember 2015

beknackt [events] ... Wie zum Geier hast Du das erfahren? Einige (Geldspar-)Tipps für mehr Kultur 2016

Kürzlich wieder die selbe Szene wie schon so oft, quasi ein "Kultur deja-vu"! Da erzählt Hyde äußerst unschuldig, für welches Theaterstück sie eine letzte SUPER-günstige Karte bekommen hat und für eine Freundin brach fast eine Welt zusammen.

Ok, here's the deal! ICH schaue auch nicht den ganzen Tag nach diesen Sachen. Auch wenn es manchmal so wirkt als sei ich immer online, als Hydinger unterwegs in Sachen Kultur. Nö, ganz ehrlich, dieser Blog ist (bislang) wiiiirklich "nur" ein Hobby. Nur, ich weiß nur genau, wo ich nachschauen muss. Gleich ein paar Tipps dazu, siehe unten.

Ins Theater, Ballett oder in die Oper, in Ausstellungen und Museen gehe ich seit Jahren, meist alleine, weil ich nie so schnell rausfinde, wer was anschauen mag und leider auch nicht Zeit und Muse habe, das jedes einzelne Mal von jedem abzufragen. Wer auf andere wartet, weil's - natürlich - zu 2. lustiger ist, man sich nach einem Stück noch bei einem Gläschen Heiss- oder Kaltgetränk darüber unterhalten kann etc., der muss einfach proaktiv sein.



(Abb.: so friedlich das Mäderl, gell! ;-) LOL! gibt es auf dieser Seite als Glückwunschkarte, bin am Überlegen, ob ich die nicht bestellen soll; gesehen auf: www.strangefarmer.com)


Darum hier meine "Wie zum Geier hast Du das erfahren"-Tipps für mehr Kultur im 16er Jahr!

1) Nur ka Stress!
Vorweg: Alles ist super, nichts ist ein Muss. Macht Euch nix draus, wenn Ihr mal was versäumen solltet, was Ihr schon immer sehen wolltet. Es kommt immer Neues, Tolles, Spannendes nach! Versprochen! ;-)

2) Lest! Mehr!
Alles! Zeitungen (ich hts. nur noch online und wirklich eher nebenher am Wochenende), Blogs (außer "Mrs. Hyde" gibt es ja doch schon so einige Kulturgeschichten, Buchblogs, Filmblogs, ... ich stelle mal ein paar vor) und natürlich Facebook-Pages und Twitter-Feeds von Museen, Galerien usw. liken und mitlesen. Das hat mir schon so richtig viele tolle News verschafft! Und spezielle Veranstaltungsseiten wie Falter, events.at, esel.at usw. kann man sehr gezielt und spartenübergreifend suchen. Schließlich gibt's natürlich die Möglichkeit Euch via Newsletter zu versorgen. Ganz ehrlich - meins ist das nicht, weil Facebook oder Twitter einfach aktueller ist und ich ohnehin (wie wohl die meisten) ein übervolles Postfach haben.

3) Spontan ran oder planen!
Spontan ist immer gut, ABER - günstige Tickets sind da meist schon futsch. Vielleicht hilft Euch ein Trick öfter zu guter Unterhaltung zu kommen, wenn Ihr Euch Monatswünsche setzt. Ich sage jetzt bewusst nicht "Ziele", denn wenn Eure Jobs nur annähernd so saisonal fordernd sind wie meiner, dann weiss ich fix, dass man sich das in die Haare schmieren kann. Darum Wünsche. Klingt netter und ist nicht ganz so verpflichtend. Schließlich soll Kultur Spaß machen und nicht eine weitere Verpflichtung sein! Bei mir ist das so, dass ich zumindest 1x/Woche iiiirgendwas Kulturelles (zu kleinem Budget) machen möchte. Und darum schaue ich - meist eher zeitig im Voraus - gelegentlich wann ich Zeit habe und was sich so tut.


4) Vermehret Euch!
Nicht so richtig! Also, FreundInnen sollen auch mal mitkommen ins Theater. So. Wie wäre es mit einem fixem Datum - immer zum Monatsletzten, -ersten, jeden 7. Tag des Monats? Oder ein stehendes Date ausmachen und die Weibsn und Hawara zusammentrommeln. Keine Ahnung, macht, wie es für Euch gut ist! Bei mir hat ein erster Test leider noch nicht den gewünschten Effekt gehabt, aber ich bleib dran. Versuchen schadet nie! Wer in den eigenen Kreisen nicht so richtig fündig wird, kann bei InterNations, Meet-up und Yelp und wie die Freizeit-Plattformen so alle heissen, einfach anklicken und mitgehen. Nachteile, ja, buhu, man muss einen Schritt ins Ungewisse machen und oft wird nur Englisch gesprochen (viele internationale Gruppe), aber Vorteile hier, sehr große Vorteile, man lernt sehr schnell viele NEUE Leute kennen, kommt zu Dingen, die man alleine nicht bekommen hätte, lernt ev. gleich Fremdsprachen mit etc. Das macht echt sehr großen Spaß!

5) Angebote nutzen! Für alle Budgets!
SOOO viele Museen und sonstige Anbieter des kulturellen Schmauses für Hydinger und KonsortInnen bieten Extras wie z. B. open doors, behind the scenes, Vernissagen und/oder Finnisagen, Freundinnen-Tage, Aktionen zu Speziellem wie zu Muttertag, zum Nationalfeiertag etc. You name it! Eines der besten Extras sind wöchtentliche "Aktionen", wenn man so will, wie beispielsweise das MAK in Wien hat: am DI abends kann man gratis rein! Jippie! Außerdem gibt's viele Aktionen, Gutscheine und Freikarten von den Veranstaltern selbst (z. B. über die Snip Cards), ich hab sowas über den Ö1-Club, culturall (weil ich relativ häufig Tickets buchen, die darüber laufen, bekommt man ab und an was geschenkt) über den Arbeitersamariterbund und den Alumni Club der Uni Wien, die mich alle schön mit Kultur versorgen. Weiters zahlt es sich aus Abo-Konditionen genau durchzuschauen und durchzurechnen! Auch so kann man sogar mit kleinem aber clever eingesetztem Budget viel rausholen.

Ich find das Stöbern nach Deals ab und an richtig lustig! Vor allem darf man nicht unterschätzen, so kommt man durchaus auch mal in für einen untypische Veranstaltungen, die sich seeehr oft als richtig fein erweisen und Augen öffnen.

Aktuell hat das Burgtheater übrigens Weihnachts-Aktionen für Last Minute-Tickets! Auch das gesehen auf FB!


 
(Abb.: so süß, ein Weihnachts-Geldferkerl!; gesehen auf: www.themummyblogger.co.uk)


Mrs. Hyde sagt alle Ihren Leserinnen und Lesern ein GROSSES Danke für einen tollen Blogstart 2015! Danke für's Mitverfolgen auf Facebook! Ihr seid super! Ich hab schon sehr viele neue Ideen für 2016, schaun ma mal was das neue Jahr so alles bringt! Jippie!

Schöne Feiertage und guten Rutsch!
Eure Mrs. Hyde

Dienstag, 15. Dezember 2015

bestaunt [Collage] ... Cornell, ein unbekannter Eigenbrödler im KHM

Fantastisch! Hätte ich nur 1 Wort zu Joseph Cornell zur Verfügung, es wäre fantastisch. Ein weiteres, das seine Werke sehr gut charakterisieren würde, wäre bezaubernd. No. 3 märchenhaft, No. 4 schrullig, No. 5 kreativ.

Ohne viel über den in Europa eher unbekannten Cornell zu kennen, habe ich mich ziemlich unbeleckt in die neue Ausstellung ins Kunsthistorische Museum begeben. Die kleine Ausstellungsfläche der Sonderschau ist deutlich überschaubarer als sonst, und doch passt genau das so perfekt zum häufig in Miniaturformaten arbeitenden Cornell.
(Abb.: der in Europa weitgehend unbekannte Künstler Joseph Cornell zählt in den USA zu einem der ganz Großen, besonders da er Wegbereiter für viele Richtungen der modernen Künste war; gesehen auf: users.clas.ufl.edu)


Ein Sammler wie er im Buche steht, ramscht der zeitlebens eher zurückgezogene und sozial isolierte Cornell alles zusammen, was er bekommen kann. Und macht daraus Kunst wie aus einer anderen Welt und Epoche! Aus Buchseiten werden filigrane Figürchen ausgeschnitten und liebevoll völlig neu zusammengesetzt, Setzkästen mit zahllosen kuriosen Fundstücken erschaffen komplett neue Welten, Vogelkäfige beherbergen wunderbare Tierchen. Fast alles ist verspielt und soll (leider jetzt nicht mehr möglich) zum Spieen dienen, vieles hat Doppeldeutigkeiten und manche Werke auch versteckte Botschaften.


(Abb.: Kunst im Kästchen - Cornell hat ganze Welten in Miniaturformaten erschaffen; gesehen auf: www.ibiblio.org)


Die Widersprüche und Brüche in seinem Leben und seiner Persönlichkeit faszinierten mich ebenso. Er hat die Kunst geliebt, war jedoch selbst nicht künstlerisch begabt, er liebte Ballerinas, aber Beziehungen zu Frauen (oder Männer) hatte er nie wirklich, er hatte Sehnsucht nach schönen europäischen Städten (Fernweh ist auch der Titel der Ausstellung), hasste es aber zu reisen usw.

Seine Collage-Technik und Videoschnittkunst werden zu wichtigen Wegbereitern für Surrealisten und Pop-art. Der Eigenbrödler Cornell war seiner Zeit weit voraus! Wer Art Journaling, Scap Booking, Soul-Collagen und dergleichen mag, wird diese Ausstellung lieben. Eine Ausstellung, die einen augenblicklich eine ganze Weile aus der hektischen Vorweihnachtswelt entrückt. Bitte mehr davon!

Donnerstag, 5. November 2015

beknackt [moderne Oper] ... Spaltkopf zwischen zwei Bühnen

Wie eim falschen Film. Ihr kennt das Gefühl. So kam sich Mrs. Hyde Ende Oktober in einem Stück der Neuen Oper Wien vor. Nein, genauer gesagt müsste es wohl heissen, der Film war richtig, aber ich dort nicht, einfach nicht klug genug dafür.

Bei "Judith/ Schnitt_Blende" handelte es tatsächlich um etwas sehr Neumodisches. Statt einem Zuschauerraum gab es zwei Tribünen, die sich gegenüber standen. Dazwischen spalteten 2 große weiße Schirme die Bühne. Neben 3 Sängerinnen und 3 MusikerInnen gab es auch eine Tänzerin - Martina Haager.


(Foto: Ausschnitt aus "Judith/ Schnitt_Blende"; Armin Bardel gesehen auf:  www.facebook.com)


Sie und nur sie alleine hat mich in dieser einen Stunde trotz Rundherum, das ich nicht verstand dermassen an sich gefesselt. Selten SO ein Gefühl gehabt!

Mit starrem Gesicht und streng zurückgestecktem Haar, abgehakte Bewegungen, mal wildes Gebärden, mal sanftes Gestikulieren und geschmeidig am Boden turnen. Wie in einem Sog wird sie der Körper zur mythischen Judith sein, der anstrengende Gesang inklusive Vertonung ihre gequälte Seele.

(Foto: Ausnahmetänzerin Martina Haager; gesehen auf: www.human-flow.at)

Die Suche nach den nur sporadisch angeschriebenen Hofstallungen im MQ hat sich also doch ausgezahlt, der Kampf gegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit ist kurz siegreich geblieben. Doch, manchmal muss man sich auf seltsame Dinge einlassen und einfach rein ins Vergnügen, gute Unterhaltung lauert an vielen Orten!

Dienstag, 3. November 2015

besehen [Weltraummissionen] ... Ein Marsianer allein auf weiter Flur

Der gute Matt Damon kommt aber schon oft in den Weltraum!! War mein erster Gedanke zu "The Martian", jetzt ganz neu im Kino zu sehen. Schließlich war er doch erst für "Elysium" (2013) und "Interstellar" (2014) droben. Und gesucht wird er auch oft, siehe "Der Soldat James Ryan" (ok, über den schweigen wir lieber).

Macht nix, weil er macht dort gute Figur, und macht nix, weil irgendwie findens ihn eh immer!! :-) Und - für dieses Werk wird es wohl eine Menge "Oscars" (der technischen Art) regnen!


Als Astronaut Mark Watney bei einer amerikanischen Mars-Mission nach einer Notevakuierung des Habitats alleine und doch anders als vermutet allzu lebendig zurückbleibt, beginnt ein schier grotesker Wettlauf gegen die Zeit. Da der Mars so weit entfernt ist, dauern Hilfsmissionen nicht nur gefühlt sondern tatsächlich beinahe ewig bis sie ihn erreichen könnten ... doch, halt - es weiß ja noch niemand, dass er doch überlebt hat!!

Zunächst muss mehr Essen her, Mark, der Missions-Botaniker, ackert also gleich herum und zieht Saat. Dass bei seinen Bemühungen nicht immer alles glatt läuft liegt auf der Hand, schließlich ist der Mars kein besonders menschenfreundliches Terrain mit schweren Stürmen und keiner Atmosphäre, in der Menschen überleben könnten.

Derweilen muss sich die NASA zuhause auf der Erde, eine Ewigkeit entfernt, nach seinen ersten Lebenszeichen erst mal gründlich überlegen, was sie nun tun und - was sie der Weltöffentlichkeit wann sagen. Doch Watleys Crew macht ihnen PR-mässig da einen noch gehörigen Strich durch die Rechnung!


Die Geschichte spielt in einer nahen Zukunft und bleibt dennoch sehr sehr nahe an tatsächlich Machbarem. Das ist ja bei Sci-Fi mit eines der wichtigsten Dinge überhaupt! Doch besonders die Star-Besetzung des Films hat schon in der ersten Spielwoche weltweit absolute Rekordzahlen garantiert! Neben Matt Damon fliegt  Jessica Chastain als Kommandantin (ich liiiebe sie, diese wunderhübsche, zarte Rothaarige, aber diese Rolle ein wenig zahnlos und fad angelegt) und als Crew unter anderem Michael Pena und Kate Mara mit.

Aber auch die Bodencrew ist dermassen hochkarätig ... der allseits beliebte Jeff Daniels, der den Direktor der Mission spielt, ein harter Knochen (dem ich aber leider keine ernsten Rollen abnehme, das ist mir alles ein wenig zu glatt oder zu böse ... blah), der großartige Sean Bean (zuletzt u.a. in "Game of Thrones", what else) als geschasster Technikchef und der nicht minder tolle Engländer Chiwetel Ejiofor (Star aus "12 years a slave" *APPLAUS* *standing ovations*), der die Aufgabe hat den Gestrandeten bei Laune zu halten und mit Infos zu versorgen.


(Foto: Matt Damon als gestrandeter Astronaut in "The Martian"; gesehen auf: www.people.com)


Es ist spannend, super-toll gefilmt, was bei Regie- und Producer-Superstar Ridley Scott (bereitet derzeit angelich gerade an die 18 neue Projekte vor, na servas, der Herr ist ja ein ausgemachter Worksholic!, mit dabei sind ein neuer Alien und ein neuer Blade Runner, just sayin'!) ja auch kaum anders zu erwarten war, und doch geht mir die menschliche Dimension, vor allem die Panik, die Todesangst des Hauptdarstellers ab. Ok, mal ist er ein wenig gefrustet, weil er da jetzt so lang allein sein wird, mal sauer, weil was nicht so ganz klappt, wie er sich das überlegt hatte. Aber wo sind die schlimmen Momente, die es auch bei den abgebrühtesten Menschen geben MUSS, wenn man Milliarden Kilometer weit und breit der einzige Mensch im Universum ist und man überall sonst für Tod gehalten wird?! Wo seine Freunde oder familie, irgend jemand muss ihn ja vermissen?


(Foto: NASA und KollegInnen von Astronaut Mark Watley machen sich an die Arbeit, um ihn zu retten; gesehen auf: www.imdb.com)


*** Ein kleiner SPOILER-ALARM ***
Auch die slicke Crew Watleys, die schon auf dem Heimflug zur Erde wieder kehrt macht und mehr als 500(!) extra Tage im All und eine sehr gefährliche Rescue Mission auf sich nehmen will, wo doch alle Liebste und sogar Kinder zuhause haben. Da gibt's nirgendwo auch nur einen Funken Bedenken und Altruismusspuren?! Irgendwie schon ein wenig unglaubwürdig!!


Gut, ich konnte dennoch über diese Fragen hinwegsehen und wurde bestens unterhalten! Ingesamt ein sehr kurzweiliger, ganz toller Weltraum-Aktionfilm!!